2022/12: La Poma - Payogasta

  Etappe 2022/12 [SA012]

La Poma - Payogasta
(Ruta 40)

47 km
200 Hm (garmin edge 1000)    max. Altitude:  2990m

 

 

 

 

 



 

Mit dem Fahrrad entlang der Ruta40 von Susques nach Cafayate: Etappe von La Poma nach Payogasta durch Valles Calchaquies 

 
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Auch in La Poma ist die Nacht kalt. Die Zimmer sind nicht beheizt, aber immerhin verfügt die Dusch über warmes Wasser. Auch das Frühstück ist spärlich, morgens gibt es entweder getoastetes Weißbrot (wenn man Glück hat mit Dulce de Leche, einem hiesigen Nutellaersatz) oder Kekse. Eine große Frühstückskultur gibt es hier nicht. Kaffee oder Tee und ein trockenes Stück Brot scheint hier üblich zu sein.  Das einfache Frühstück hat jedoch den Vorteil, dass wir recht früh auf unseren Rädern sitzen und losfahren. Wir verlassen La Poma in Richtung Süden und kaum liegt der Ort hinter uns, fahren wir durch eine farbenfrohe Landschaft mit bunten Hängen links und rechts von uns.      
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Kurz bevor wir wieder auf die Ruta 40 stoßen, überqueren wir nochmal den Río Calchaquí, erfreulicherweise geht das hier über eine Brücke, das sah gestern noch ganz anders aus. So bleiben auch meine Schuhe trocken. Klingt nach einem guten Start in den Tag!         
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Bis Cafayate folgt die Straße dem Valles Calchaquiés. Da das Tal recht abgelegen in den Bergen liegt, ist es lange Zeit von Eroberungen verschont geblieben und die geographische Isolation führte dazu, dass im gesamten Tal der Anteil der indigenen Bevölkerung sehr hoch ist. Auch heute liegt das Tal abseits jeglicher Verkehrsrouten und dementsprechend sind Qualität und Verkehrslast der Ruta 40 hier: gering.        
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Der Fluß führt Anfang September nur wenig Wasser, aber als Lebensgrundlage reicht es allemal: Neben dem Anbau von Lebensmitteln für den Eigenbedarf wird hier im großen Stil Paprika angebaut und neuerdings gibt es im Valle Calchaquiés große Weinanbauflächen. In einigen Bereichen haben sich große multinationale Weinunternehmen angesiedelt.        
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Das Valles Calchaquiés wurde bereits vor einiger Zeit von den Inka besiedelt und bewohnbar gemacht. Im 13. bis 15. Jahrhundert n.C. habe die Inka Lagerstätten für Getreide und Wolle angelegt, die noch heute zu besichtigen sind. Etwa 500 m östlich der Ruta 40, versteckt in einer engen Schlucht, stehen Silos, die zur Lagerung von Getreide, Bohnen und Wolle genutzt wurden. Das erhaltene Lagervolumen liegt bei 50 m³, wobei davon auszugehen ist, dass eine Vielzahl ähnlicher Anlagen unentdeckt in irgendwelchen Seitentälern erhalten sind.         
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   In einigen Abschnitten ist das Flusstal sehr breit, aber das kann 5 Kilometer weiter komplett anders aussehen.        
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Die Ruta 40 führt am Ostufer des Flusses Calchaquí entlang und flogt zwar dem Flussverlauf, schafft es aber immer wieder, für den Radfahrer einige extra-Höhenmeter einzubauen. Das bremst uns nicht wirklich, denn auf dem Wellblech der regelmäßig mit schwerem Gerät glattgezogenen Straße fahren wir bergauf und bergab sowieso mit gleicher Geschwindigkeit.          
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Trotz aller Abgeschiedenheit der Region: die Götter der Inkas wurden irgendwann durch die Religion der Europäer ersetzt.           
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Je weiter wir nach Süden fahren und je geringer die Höhe über dem Meeresspiegel, desto grüner wird die Landschaft und die ersten Cardones stehen am Wegesrand. Bei dem Cardón handelt es sich um eine Kakteenart, die in einer Höhe von bis zu 3400m wachsen und die Landschaft im Valles Calchaquí prägen.       
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Die Ruta 40 schlängelt sich durch das Tal und bietet immer wieder Ausblick auf die roten Hänge der Berge links und rechts von uns. Und vor uns. Das passiert leider auch.      
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Blick zurück nach Norden. Das Tal ist hier sehr weit und flach. Auch wenn der Calchaquí nur wenig Wasser führt, kann man den Verlauf des Flusses anhand der Farbe der Vegetation deutlich erkennen.      
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Auch hier schenkt uns die Trassierung der Ruta 40 immer wieder einen kurzen Anstieg ein.       
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Überraschend ist, dass es die Landschaft einen Hügel weiter plötzlich komplett anders aussieht: waren die Hänge des Gebirges gerade noch in einem warmen Rot, so dominiert hier plötzlich staubiges Grau.        
 
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Immerhin: auch hier ist für Farbe gesorgt. Das Gebiet wird von einer Vielzahl von Papageien bewohnt, die in großen Gruppen zusammenleben.       
 
Mit dem Fahrrad über die Ruta40 von La Poma nach Payogasta.   Unser heutiges Etappenziel ist Payogasta, einem kleinen Ort im Valles Calchaquí mit etwa 500 Einwohnern. Der Ort liegt in dem Teil des Tals, der von Süden her des öfteren von Touristen angesteuert wird und verfügt daher über eine ausreichende Infrastruktur. Übernachtung und Abendessen sind leicht zu finden und da wir uns in einer Weinregion befinden, bekommt an auch was zu trinken serviert.